Am Slogan, der hier stehen soll, wird noch geknobelt ;-)

Das A und O: Grundregeln beachten

Eine Immobilie unter Palmen in Florida oder an einem anderen schönen Ort in den USA – davon träumt so mancher Deutsche. Oft bleibt es beim Traum, weil ebendieser nicht bezahlbar scheint. Mit dem Crash am Eigenheimmarkt in den USA hat sich die Situation jedoch grundlegend geändert. Die Immobilienpreise sind seither drastisch gesunken – und dürften nun nochmals fallen.

Dafür gibt es handfeste Gründe. Der erste: Nach Auslaufen der staatlichen Hilfsprogramme kommen Besitzer, die ihre Häuser oft zu 100 Prozent von der Bank finanzieren ließen, aufs Neue unter Druck. Nicht wenige geben den Schlüssel einfach wieder bei der Bank ab. Das Zauberwort von den „Short Sales“ macht die Runde. Das ist ein Verkauf eine Stufe vor der Zwangsversteigerung. Die Bank nimmt dabei einen Verlust in Kauf, um überhaupt Geld zu bekommen. Der zweite Grund für fallende Preise ist die Ölpest im Golf von Mexiko. Zumindest in Florida hat sie zu einem weiteren Preisverfall geführt. Die Chance ist günstig für ein Schnäppchen. Und das, obwohl der Euro gegenüber dem Dollar um zweitweise bis zu 18 Prozent nachgelassen hat. Dennoch: Der Zweitwohnsitz Florida ist nicht mehr unerreichbar.

Bild "News:immobilie_1.jpg"Doch wer sich mit dem Gedanken trägt, in den USA ein Haus zu kaufen, sollte ein paar grundsätzliche Regeln beachten.

Die erste: Ferienimmobilien gibt es in Florida bereits für unter 100.000 Dollar – nach oben existiert quasi keine Grenze. Der Immobilienmarkt, der wegen des häufigen Wohnortwechsels der Menschen in den USA diesen Namen tatsächlich verdient, ist unüberschaubar groß. Das ist gut, weil es viele Angebote gibt. Das ist aber auch schlecht, weil es schwer möglich ist, sich in dem Dschungel überhaupt zu orientieren – schon gar nicht von Deutschland aus. Deshalb gilt: Wer sich mit dem Gedanken trägt, in den USA ein Haus zu kaufen, wird nicht umhinkommen, sich für einige Wochen, wenn nicht sogar für Monate an Ort und Stelle zu begeben. Nur so kann man eine sichere Recherche betreiben. Zu warnen ist vor blinden Käufen im Internet. Die Bildchen von den zu erwerbenden Objekten mögen schön ausschauen. Doch man weiß nichts über Lage, Umfeld und Zustand der Immobilie.

Grundregel zwei: Der Wert eines Häuschens bemisst sich nicht in erster Linie am Ausstattungsgrad oder Erhaltungszustand. Das A und O beim Hauskauf ist der Standort. Dabei ist sowohl die Anbindung, der Zugang zu Services des täglichen Lebens, die Frage, ob es vor der Tür vielleicht lärmt und laut ist, zu beachten. Der wichtigste Punkt bei der Standortwahl: In welches Umfeld begebe ich mich da eigentlich? In so genannten „Bad Neighborhoods“ – Gebieten mit erhöhter Kriminalität – mag man besonders billig einkaufen. Vielleicht kommt einem aber gerade das teuer zu stehen, was spätestens beim Wiederverkauf der Immobilie, den man wahrscheinlich mit Verlust macht, der Fall sein dürfte.

Grundregel drei: Ohne einen Makler (realtor) geht in den USA beim Immobilienkauf nichts. Das Schöne daran: Der Makler wird bei erfolgreichem Zustandekommen des Geschäfts vom Verkäufer bezahlt; der Service ist für den Käufer also kostenlos. Der Makler wird sowohl bei der Haussuche als auch bei der Abwicklung zur Seite stehen. Man sollte darauf achten, dass er nicht gleichzeitig für den Verkäufer tätig ist, weil er dann dessen Interessen vertritt, da er von ihm bezahlt wird. Vor allem in Florida gibt es auch zahlreiche deutschsprachige Immobilienmakler, die man per Internet kontaktieren kann. Aber auch hier gilt: Kein blindes Vertrauen. Ein Geschäft anbahnen kann man auf diese Weise; spätestens bei konkreten Angeboten muss man sich aber selbst vor Ort begeben.
  
Grundregel vier: In der USA bei der Bank einen Kredit beantragen und bekommen, ist ohne Wohnsitz vor Ort und von Deutschland aus im Grunde unmöglich. Selbst wer gerade in die Staaten gezogen ist, sieht sich mit ziemlich viel Papierkram und unumstößlichen Finanzierungsvoraussetzungen konfrontiert. Zwar ist es gesetzlich für Ausländer jederzeit möglich, in den USA Wohneigentum zu erwerben. Doch es wäre gut, wenn man für die Finanzierung zu Hause eine Bank auftut, was dann drin ist, wenn man genügend Sicherheiten bieten kann (am besten eine deutsche Immobilie). Am einfachsten ist es natürlich für denjenigen, der die Kaufsumme chash berappen kann. Wer hat, der hat. Das war schon immer so. Es ist in diesem Zusammenhang aber vielleicht auch überlegenswert, über die eigenen Ansprüche nachzudenken. Denn wie gesagt: Es gibt in den USA durchaus sehr preiswerte Immobilien, auch wenn es sich dabei nicht eben um Villen handelt.

Hier noch einige Hinweise zum Immobilienkauf:

- Käufer müssen in den Vereinigten Staaten keine Grunderwerbsteuer zahlen. Beim Verkauf wird allerdings unabhängig von der Haltedauer eine Spekulationssteuer von bis zu 20 Prozent erhoben. Die exakte Höhe hängt vom jeweils erzielten Gewinn ab.
- In den USA können Immobilien ohne Einschränkungen vererbt oder verschenkt werden. Die Erbschaft- und Schenkungsteuer beträgt allerdings bis zu 55 Prozent des Marktwerts.
- Ausländische Eigentümer können US-Ferienimmobilien uneingeschränkt vermieten. Die Mieterträge müssen allerdings versteuert werden. Ausländische Besitzer, die keine US-Steuererklärung abgeben wollen, können ihr Haus über eine Vermietungsagentur vermarkten lassen. Diese führt dann 30 Prozent der Erträge als Quellensteuer an den US-Fiskus ab.

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