Am Slogan, der hier stehen soll, wird noch geknobelt ;-)

Über die Art zu reisen

Es lohnt, vor dem Amerikatrip auf die Art zu reisen einen Gedanken zu verschwenden. Denn das Land bietet für den Touristen tatsächlich unbegrenzte Möglichkeiten und ist daher nicht mit europäischen Urlaubsländern vergleichbar. Wer Amerika auskosten will, der sollte sich vorher überlegen, was ihn interessiert und welche Reiseform dafür die beste ist – und welche nicht.

Die grundsätzliche Frage lautet: pauschal oder individuell? Pauschaltouristen buchen Flug, Unterkunft und ein festes Programm. Individualurlauber erkunden Amerika auf eigene Faust. Das ist ein immenser Unterschied.

Was Pauschalreisen betrifft, so sind die Kataloge der Reiseanbieter voll von oft durchaus verlockenden wie kostengünstigen Angeboten, bei denen sich der Besucher vor Ort um nichts kümmern muss. Die deutschsprachige Reiseleitung nimmt ihm alles ab. Das ist in Ordnung, wenn man zwei Wochen in Miami oder anderswo am Strand liegen will und sich ansonsten für das Land nicht weiter interessiert. Andererseits ist die Frage, was einen solchen Aufenthalt dann eigentlich von einem Strandurlaub in Rimini unterscheidet.

Bild "Reiseplanung:kanada_88.jpg"Eine verbreitete Form des Pauschaltourismus sind Busreisen quer durch Amerika mit festgelegten Hotelunterkünften. Man sieht solche Reisegruppen dann den Bussen entströmen, hastig ihre Fotos machen und wieder aufbrechen. Abgesehen von der Tortur, den ganzen Tag mit immer den gleichen Menschen in einem engen Bus zu verbringen: Der Eindruck bleibt oberflächlich, selbst wenn man auf einer solchen Reise viel sieht. Aber Fotos machen nicht glücklich, wenn sie nicht mit Erlebnissen verbunden sind. Zum Schluss geht es vielen Busreisenden in Amerika ungefähr wie den Amerikanern auf Europatournee: Hinterher wissen die nämlich manchmal nicht mehr, ob die Akropolis in Athen oder in Rom war und welche Länder sie eigentlich besucht haben. Wir können von solchen Touren eigentlich nur abraten.

Festgelegte Pkw-Rundreisen sind eine Möglichkeit, das Land besser kennen zu lernen, obwohl es sich im strengen Sinne eigentlich auch um ein Pauschalangebot handelt. Der Nachteil: Die Route ist fest und bietet keine Variationsmöglichkeiten. Vorteil: Die Suche nach Unterkünften entfällt, was für den Amerikaneuling vielleicht ein Argument ist. In vielen Regionen sind Übernachtungsmöglichkeiten zwar reichlich vorhanden und unkompliziert zu buchen. Doch in Ballungsräumen wie Los Angeles oder New York kann das schon mal zur Herausforderung werden. Auch gibt es Regionen mit einem begrenzten Hotelangebot wie Alaska oder das nördliche Yukon-Gebiet, wo sich die Ferienzeit auf zweieinhalb Monate im Hochsommer beschränkt. Hier ist man besser beraten, die Unterkunft im Vorhinein zu buchen.

Die Individualreise beschränkt sich auf die Buchung von Flug und Auto, bestenfalls noch eine Unterkunft in der Stadt des Zielflughafens und Abflugortes. Ansonsten eröffnen sich dem Besucher die vollen Gestaltungsmöglichkeiten eines Nordamerika-Trips, sowohl was die Festlegung der Reiseroute betrifft als auch die Aufenthaltsdauer am jeweiligen Ort. Letzteres ist durchaus zu bedenken, weil man oft im Vorhinein nicht wirklich weiß, wo es einem am besten gefällt. Vorgebuchte Reisen können darauf keine Rücksicht nehmen – der Individualreisende dagegen entscheidet ganz nach Lust und Laune und ist absolut sein eigener Herr.

Die allermeisten Regionen der USA eignen sich für individuelle Reisen. Sie sind die beste Möglichkeit, das Land kennen zu lernen und die unbegrenzten Möglichkeiten für sich wirklich erfahrbar zu machen. Fehlende Englischkenntnisse sind übrigens kein Argument dagegen. Die Amerikaner sind kommunikativ und freundlich; irgendwie schlägt man sich immer durch. Und wenn man darauf angewiesen ist, sich zu artikulieren, frischt man gewissermaßen im Vorbeigehen gleich noch sein Alltagsenglisch auf.

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